Einnorden der NEQ5

So nachdem wir das Stativ bereits ausgerichtet haben können wir die Montierung einnorden.

Als erstes drehe ich die Deklinationsachse so zur Seite, dass ich von oben einen freien Blick auf den Polsucher habe. Im Polsucher sind verschiedene Hilfslinien in Form verschiedener Sternbilder eingelasert/graviert um die Montierung direkt auf den Himmelspol ausrichten zu können.

Problem an der Sache ist, dass man die dünnen Linien bei richtiger Dunkelheit nicht so gut oder fast gar nicht erkennen kann. Hier hilft die Polsucherbeleuchtung, denn sie beleuchtet die Scheibe in der die Linien sind mit schwachem roten Licht und macht die Hilfslinien klar erkennbar.

Ich schnappe mir dann also unsere Polsucherbeleuchtung und setze sie vorne an den Polsucher und schalte sie ein. Dann mache ich das immer so, dass ich mit einem Auge von hinten durch den Polsucher gucke und mit dem anderen Auge an der Montierung vorbei. Da sich die Linien z.B. vom Großen Wagen im Polsucher nicht mit den Sternen am Himmel decken. Also sehe ich mit einem Auge das Sternbild am Himmel und mit dem anderen das Sternbild im Polsucher.

Jetzt muss ich das Bild im Polsucher per Rektaszensionsachse nur genauso hindrehen wie das Bild am Himmel. Als letztes muss ich die Azimut- und Polhöheneinstellschrauben an der Montierung so einstellen, dass der Stern Polaris sich in seiner Markierung befindet.

Sollte dann ungefähr so aussehen:

 

Ich habe mit der Zeit festgestellt, dass ich mit dem Sternbild Cassiopeia besser zurecht komme als mit dem Großen Wagen. Vor allem benutze ich immer die beiden Sterne die hier im Bild ganz rechts zu sehen sind (Caph und Shedar).

Wenn jetzt alles passt ist die Montierung eingenordet und wir können mit dem verkabeln beginnen.